Winterlesebücher

Es ist kalter Winter in Kopenhagen. Da wird der kleine Junge Jesaja eines Tages tot aufgefunden. Er sei wohl beim Spielen vom Dach gefallen, meint die Polizei. Doch Smilla Jaspersen, für die der tote Junge der einzige Freund war, will daran nicht glauben. Sie geht der Sache nach und begibt sich auf Spurensuche bis hinauf ins ewige Eis. Dabei gibt es immer neue abenteuerliche Verstrickungen.

Bald findet sie sich inmitten eines Komplotts aus Lügen und Intrigen, aus Vertuschungen und Unwahrheiten wieder, in das offenbar höchste Vertreter der dänischen Gesellschaft verwickelt sind. Immer gefährlicher werden ihre Nachforschungen für sie selbst. "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" hat sie auf die richtige Spur gebracht, und so leicht gibt sie nicht auf.

Viele bedeutenden Autoren der Weltliteratur haben den Winter zum Thema gemacht.
Eine Auswahl dieser Texte ist im "Winterlesebuch" zu finden. E. T. A. Hoffmann, Dostojewski, Hermann Hesse und andere haben über den Winter geschrieben. "Vier Wintertage" in den Jahren 1933, 1939 und 1944 beschreibt Victor Klemperer. In anderen Geschichten geht es um "Das Neujahrspräsent eines Liebenden", um "Eisblumen" oder um ein Gespräch mit Frau Holle.

"Das Winterbuch" ist ebenfalls eine Sammlung von Gedichten und Prosa. "Es gibt nur noch wenige richtig kalte Tage im Jahr, Tage an denen man merkt, dass Winter ist", heißt es in "Erinnerung an Wintermärchen". "Wir mussten einen "schweren Winter überstehen", erzählt Adalbert Stifter. "Vier Wochen waren wir ganz eingehüllt in ein fortdauerndes graues Gestöber, dass ein dichtes Niederschütten von Flocken war."
Und Johann Peter Hebbel erinnert an den Winter des Jahres 1740. "Wenn man langsam Wasser aus einem hohen Fenster herabgoss – es kam kein Wasser auf den Boden, sondern Eis."

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Fräulein Smillas Gespür für Sch nee
Das Winterbuch
Winterlesebuch

Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nächtlichem Eis
und träumte von Liebe und Freude.
Es war an dem Stadtwall; und schneeweiß
glänzten die Stadtwallgebäude.
Der Seufzer dacht an ein Maidelein
und blieb erglühend stehen.
Da schmolz die Eisbahn unter ihm ein –
und er sank – und ward nimmer gesehen.
(Christian Morgenstern)