Wie man einen Haushalt aushält

"Ein Haushalt, so technisch perfektioniert er auch immer sein mag, ist zunächst eine Plage. Natürlich gibt es Frauen, die leidenschaftlich gern Kuchen backen oder Blusen plätten, und natürlich gibt es Männer, die mit Vergnügen kochen ... oder Regale bauen ... Aber Leute, welche die gesamte Hausarbeit wie ein Steckenpferd schätze, gibt es nicht."Lothar Kusche gibt seine Erfahrungen, Wie man einen Haushalt aushält, weiter.

Wie kann z. B. Mann eine Frau zum Abwaschen überreden? Indem Mann sie nicht zum Abwaschen überredet – "Mit der 'Bleibt-ihr-nur-ruhig-Sitzen-das-mache-ich-schon-das-haben-wir-gleich'-Masche ... Daher empfiehlt es sich an einigen Tellern und Tassen feine Schmutzränder zu belassen oder das Geschirr nicht richtig abzutrocknen. Die Frauen, die selbstverständlich über kurz oder lang in der Küche auftauchen, weil auch die faulsten Frauen meistens recht neugierig sind, werden die Abwasch-Mängel sofort entdecken .... Sollte sich nun immer noch keines der zur Verfügung stehenden weiblichen Wesen an den Abwasch heranmachen, so lasse man rasch einen Teller fallen ... Notfalls schneide man sich dabei in den Finger ... Alsdann wird man mit neunzigprozentiger Sicherheit ins Wohnzimmer beurlaubt, vorher allerdings je nach Temperament mehr oder weniger stark als Tollpatsch beschimpft. Aber das ist natürlich auf alle Fälle angenehmer als irgendein verdammter Abwasch."
Aber inzwischen hat ja (sicher ein Mann) den Geschirrspüler erfunden.

Hildegard und Siegfried Schumacher erzählen die Geschichte, wie Andy Chef der Familie wird, weil die Mutter für sechs lange Monate zu einem Studienaufenthalt ins Ausland fährt. "Mutti füllte Kühlschrank und Speisekammer wie für eine Hungersnot ... Staubsauger, Eimer, Schrubber wurden mir in die Hand gedrückt ... als wollte Mutti mich zum Raumpfleger qualifizieren. Dazu die Hinweise und Anordnungen, die ich sauber nummeriert in ein Heft schreiben musste. Vati hatte es gut. Er kam spät nach Hause, ich aber früher als sonst ... Am Morgen vor Muttis Reisetag war ich bei Nummer 148 angekommen, und die letzten Hinweise notierte ich auf dem Flughafen."

Aber so glatt geht dann natürlich doch nicht alles. "Unsere Schwierigkeit war das Einkaufen ... Einmal hatten wir zehn paar Wiener zum Abendbrot, so dass ich bis an mein Lebensende genug davon habe, ein andermal war kein Zipfel Wurst zu finden. Am nächsten Tag lief es mit der Abwaschordnung schief. Ich dachte nicht an Muttis Hinweisheft. Vati vergaß es auch. Wir ließen das Geschirr stehen ... Jeder hoffte und wartete auf den anderen."
Dann wird auch noch Anke, die kleine Schwester krank. Wie man Fieber misst, steht zwar in Andys Heft. "Zwei Minuten ... du musst es ihr da reinstecken."
"Hast du schon mal? Ich schüttelte den Kopf." Weder Vati noch Andy wissen, wie man es denn nun genau macht.
So gibt es noch vieles, was nicht im Heft steht und in der Praxis schwieriger zu handhaben ist als nach Muttis Hinweisen.

Wie praktisch, wenn in solchen Lebenslagen eine Oma da ist. Ob es um Haushalt, Küche, Kinder, Basteln, Blumen oder kleine Reparaturen geht – Nicht verzagen, Oma fragen. Omas Tipps und Ratschläge helfen, das tägliche Leben einfacher zu machen. Oder wussten Sie schon, dass eine Rosine schalen Sekt wieder spritzig macht, Mineralwasser ein fabelhafter Fleckenentferner ist oder Sie Ihre Küche keinesfalls rosa streichen sollten? Omas guter Rat für alle Lebenslagen, das sind 500 originelle Tipps aus alten Haushaltsbüchern.

Viele Geräte wurden erfunden, die die Hausarbeit erleichtern sollen. Doch "von allen arbeitsparenden Haushaltsgeräten, die je erfunden wurden, ist keines so populär geworden wie ein fleißiger Ehemann". Diese Erkenntnis stammt – natürlich – von einem Mann (Danny Kaye (1913–1987).

Es gibt noch viele mehr oder weniger ernste Tipps und Methoden, wie man die täglichen Pflichten und das Chaos im Haushalt besser in den Griff bekommt. Und wenn Sie es geschafft haben, ist Zeit zum Entspannen. Zum Beispiel mit einem Buch aus der Jacobsdoerfer Bücheratube.

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Von allen arbeitssparenden Haushalts-geräten, die je erfunden werden, ist keines so populär geworden wie ein fleißiger Ehemann.
(Danny Kaye 1913 – 1987)