Herr Lehmann

Es sah so aus, als ob der Sommer vorbei war. Ihm sollte es recht sein. Er mochte den Sommer nicht besonders, er hatte so etwas Forderndes. Im Sommer hatte Herr Lehmann immer das Gefühl, er müsste aus dem schönen Wetter etwas machen, etwas mit Freunden unternehmen oder so, Grillen, Ausflüge machen, an Badeseen fahren – alles Aktivitäten, auf die Herr Lehmann keinen großen Wert legt. Der Rest des Jahres war einfacher.

Mit präzisem Blick für die tragische Komik des Lebens stolpert Herr Lehmann durchs Leben. Durch jahrelange ausgefuchste Ausweichmanöver und heroische Trägheit hat der arglistfreie, bis ins Mark ambitionslose Bierzapfer erfolgreich alle Ansprüche von Eltern, Nachbarn, Vermietern und Frauen ausgesessen. Nun, wir schreiben das Jahr 1989, lebt er weitgehend verantwortungsfrei in seiner Eineinhalbzimmerwohnung in Berlin-Kreuzberg, wenn er nicht gerade in die nächste Kneipe geht.

Doch plötzlich bricht eine unvorgesehene Störung nach der anderen herein. Ein Besuch seiner Eltern aus der Provinz droht und er trifft eine Frau, der es gelingt, ihn in emotionale Verwirrung zu stürzen. Zu allem Überfluss wird er auch noch gezwungen, eine Reise an den Kurfürstendamm anzutreten und eine Grenzüberschreitung gen Osten zu wagen

(Sven Reger: Herr Lehmann)

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Sven Regener, Herr Lehmann

Es ist ein unterhaltsames, amüsantes Buch mit wunderbaren Dialogen ... ich habe schallend gelacht.
(Marcel Reich-Ranicki)