Aber das war noch nicht das Schlimmste

Nike ist 55 Jahre alt und hat Krebs. Sie weiß, dass ihre Krankheit nicht heilbar ist und sie sterben wird. In dem Roman von Gabriele Wohmann geht es nicht darum, der Psyche der Kranken nachzuspüren. Es geht um die anderen, die Gesunden, um Verwandte, Freunde, Nachbarn. Wie gehen Sie mit der Krankheit um?
Sie können es allesamt nicht. Die Realität wird ängstlich schöngeredet, dem unweigerlich Kommenden nicht ins Auge geblickt. Eine Haltung, die sich Nike nur nach außen hin leisten kann.
Parallel zu dieser Geschichte wird die Geschichte eines freiwilligen Todes, eines geplanten Doppelselbstmordes erzählt. Der alternde Mann will seine junge Geliebte mit in den Tod nehmen. Sie soll weder Tod noch Leben jemals mit einem anderen teilen können.
Der Autorin gelingt es eindrucksvoll, diese beiden ganz verschiedenen Wege, die zum Tode zu führen scheinen, miteinander zu verbinden.

Vom Überleben handelt Die Geschichte der Eva Korngold. 1939 besetzten die Russen den polnischen Teil der Ukraine. Zwei Sommer später kamen die Deutschen. Eva ist 18 Jahre alt und Jüdin. Um zu überleben, soll sie als ukrainisches Bauernmädchen verkleidet mit falschen Papieren nach Deutschland geschickt werden. Ukrainer hatten mehr Chancen zu überleben als Juden.
"Du musst ganz und gar aufhören, Eva zu sein. Du musst dich und uns vergessen", sagt die Mutter. Und: "Vielleicht wirst du die einzige sein, die es überlebt. Aber wenn du es überlebst, musst du aufschreiben, wie es war, was du erlebtest, alles genauso, wie es sich ereignete, Dann ist es bezeugt."

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Je mehr ich las, umso näher brachten die Bücher mir die Welt, um so heller und bedeutsamer wurde für mich das Leben.
(Maxim Gorki)